Bernd Müller

Ortsteilbürgermeister Aga Mitglied des Geraer Stadtrates


 
...für Gera und den Ortsteil Aga
mit den Orten Kleinaga, Großaga, Seligenstädt, Reichenbach und Lessen
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Gespräch mit Ortsteilbürgermeister Bernd Müller
Frage: Für Sie, Herr Müller, war das nun zuende gehende Jahr das 29. als Ortsteilbürgermeister. Und sie wurden erneut in den Geraer Stadtrat gewählt. War das Jahr auch für Aga als Kommune erfolgreich?


Müller: Es war ein Jahr, in dem vieles bewegt, aber nicht alles erreicht wurde, was wir uns vorgenommen hatten. Insofern eine positive, aber auch gemischte Bilanz.
Frage: Sichtbare Veränderungen gab es wenige, sieht man einmal von den Fortschritten in der Schießsportarena in Kleinaga ab, über deren Besuch durch Kameraden der FFW wir in diesem Heft berichten und deren Eröffnung 2023 vorgesehen ist. Manches, was angekündigt wurde, konnte aber nicht umgesetzt oder musste verschoben werden. Etwa das Aufstellen von Geräten auf dem Spielplatz am Schleifenacker.
Müller: Wir hatten dafür rechtzeitig die Voraussetzungen geschaffen, doch die Stadtverwaltung hat ihre Zusage nicht eingehalten. Neuer und hoffentlich endgültiger Termin ist der April.
Frage: Für manche Bürger überraschend wurde in den letzten Wochen eine Fläche gegenüber des Strandbades aufgeforstet und mit einem Wild-Schutzzaun versehen.
Müller: Es handelt sich auf dieser Fläche um eine Ausgleichsmaßnahme für Flächenentzug an der Beerweinschenke. Der Zaun soll vor Verbiss schützen und wird nach einiger Zeit wieder entfernt.
Frage: Im gleichen Bereich ist ein Fuß- und Radweg zwischen Bad und Kleinaga vorgesehen.
Müller: Wir haben darauf geachtet, dass bei der Aufforstung dafür ein 8 m breiter Streifen frei bleibt. Ich möchte übrigens, dass der Weg bis Reichenbach weiter geführt wird.
Frage: Zur öffentlichen Sitzung des Ortsteilrates Ende März, über die wir im letzten Heimatblatt berichteten, konnte Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb nur vage Auskünfte zu manchen Fragen, die Agaer Bürger bewegen, erteilen. Etwa zu Gewerbeansiedlungen oder zum Klimaschutzkonzept und in diesem Zusammenhang zur Errichtung von Windkraftanlagen.
Müller: Zur Frage des Windparks mit sechs Anlagen zwischen Kleinaga und Lonzig ist mein Standpunkt klar. Ich bin nicht generell gegen Windkraft, halte den vorgesehenen Standort aber für ungeeignet. Derzeit läuft ein vom Betreiber angestrengtes gerichtliches Verfahren zur Erteilung eines Eilantrages. Entschieden wurde noch nicht.

Frage: Kurz nach der Ortsteilratssitzung wurde bekannt, dass im Norden Geras eine Justizvollzugsanstalt geplant sei. Davon hat man nichts mehr gehört ...
Müller: Die Stadt war vom Land aufgefordert worden, dafür eine Fläche auszuweisen, was auch geschah. Aber nicht auf dem Gebiet von Aga. Ob sich das Vorhaben zerschlagen hat oder nicht, ist mir nicht bekannt.

Frage: Schicksal eines Bürgermeisters ist es, Kummerkasten der Kommune zu sein. Das betrifft auch den Unmut mancher Bürger über den vom Gärrestbehälter in Kleinaga gelegentlich ausgehenden Gestank.
Müller: Auch das ist eine Standortfrage. Aber nicht nur. Gegen das Betreiben einer Biogasanlage durch einen Landwirtschaftsbetrieb ist, wenn die Bestimmungen des Immissionsschutzes eingehalten werden, nichts einzuwenden. Ob so eine Anlage in unmittelbarer Nähe zu einem Naherholungsgebiet, zu Sportplatz oder Kindertagesstätte stehen muss, sei dahingestellt. Als die Behörden die Genehmigung für den Bau erteilten, ging man vom Eintrag von Mais oder Gülle zur Gaserzeugung aus. Nun aber werden ausschließlich aus Köstritz verdorbene oder überlagerte Lebensmittel eingebracht. Spezialisten rätseln nach der Ursache der Geruchsbelästigung, der Betreiber hat Maßnahmen zu deren Verringerung zugesagt. Für ein Betreibungsverbot oder den Rückbau sehe ich keine Chancen.
Frage: Was die problematischen Seiten des Lebens in Aga angeht, wär noch manches anzuführen. Etwa das Fehlen von Bürgersteigen an Gefahrenstellen oder von Ausweichbuchten am engen Weg zwischen Reichenbach und Seligenstädt. Andererseits ist das Vereinsleben noch weitgehend intakt, engagieren sich viele Bürger ehrenamtlich.
Müller: Ohne dieses Engagement können wir die bevorstehenden Aufgaben nicht lösen. Ich danke deshalb allen Bürgern, die sich, auch mit Kritik und Vorschlägen, für Aga und seine Dörfer einsetzen. Und darf allen Bürgern und ihren Familien ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr wünschen.
Das Gespräch führte Werner Wühst

0174 – 3477085

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