Bernd Müller

Ortsteilbürgermeister Aga Mitglied des Geraer Stadtrates


 
...für Gera und den Ortsteil Aga
mit den Orten Kleinaga, Großaga, Seligenstädt, Reichenbach und Lessen
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Aga hat als Schulstandort eine lange Tradition.1533 gab es die erste Schule in Aga, 1983 wurde ein Schulneubau als 10klassige OS fertig gestellt.
Mit dem Stadtratsbeschluß vom 28.5.15 endet diese Tradition.
Die Schließung der Schule ist aber nicht nur ein schulpolitisches, sondern vor allem auch ein kommunales Problem, weil ein Teil des dörflichen Lebens damit platt gemacht und Aga ausgedünnt wird.
Die Vorgeschichte dieses Beschlusses widerspricht nicht nur landespolitischen Positionen zum Erhalt von Schulen im ländlichen Bereich, sondern erfordert für den Betrachter auch ein neues Demokratieverständnis.
Da „erarbeitet" die Chefin des Fachbereichs Bildung mit wissentlichen falschen Zahlen einen Schulnetzplan. Dabei ist sowohl die zu erwartende Schülerzahl, als auch die Aussage, Langenberg könne die Schüler aus Aga aufnehmen, realitätsfern. Die Kitas in Aga und Steinbrücken sind übervoll, so daß in den nächsten Jahren ca. 120 Schüler in Aga zur Schule gehen könnten. Langenberg ist trotz Erweiterungsbau jedoch nicht in der Lage, alle Schüler aus Aga aufzunehmen.
Interessant ist auch die aberwitzige Position der Schulleiterin der GS Langenberg, es sei eine Zumutung, wenn Lehrer aus Langenberg nach Aga oder Gera fahren müssten. Für Schüler trifft das wohl nicht zu, weil die so gerne Bus fahren, - oder?
Das Vorhaben, Schulen an der Peripherie der Stadt zu schließen und dafür zwei neue Schulen in Gera zu bauen, wäre übrigens ein Fall für „Mario Barth deckt auf „ wie Steuergelder, die man nicht hat, in den Sand gesetzt werden sollen.
Der Vornehmsche Klüngel hat eben einen langen Schatten!
Die Stadtratssitzung selbst war übrigens ein Musterbeispiel an Demokratie. Da beantragte der Linkenabgeordnete Schubert eine zehnminütige Pause, sicher nicht, um eine Zigarette zu rauchen, sondern um die Abgeordneten der „Bürgerschaft Gera" aufzuwiegeln, für die Schulschließung zu stimmen,- das Wahlergebnis also zu manipulieren.
Das ganze Prozetere erweckt den Eindruck, unseren Abgeordneten geht es gar nicht um die Erfüllung des Wählerauftrages, sondern um Prestigedenken und machtpolitisches Muskelspiel.
Dabei wird auch die Position der Schulelternsprecher und der Ortsteilräte von Gera zum Erhalt der Schule einfach ignoriert.
Das Durcheinander um den Schulstandort Aga lässt vermuten, dass die Abgeordneten der „Roten Fraktion" (Linke und SPD) unter Gedächtnisschwund leiten. Nach der Wende posaunten die Linken: Mit uns keine Schulschließungen! Heute hat selbst die im Eingemeindungsvertrag von 1994 formulierte Festlegung: Der Schulstandort Aga bleibt erhalten! keine Bedeutung mehr.
Ich weiß nicht, ob sich Gera so als kinderfreundliche Stadt profilieren kann.
Der Heimatverein Aga, der die Bewahrung dörflicher Traditionen auf seine Fahnen geschrieben hat, bedauert diese Entscheidung sehr.
Aber die nächste Wahl kommt bestimmt. Da geht es aber nicht um den Schulstandort, sondern um die Schulschließer.

Heinz Kola

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