Bernd Müller

Ortsteilbürgermeister Aga Mitglied des Geraer Stadtrates


 
...für Gera und den Ortsteil Aga
mit den Orten Kleinaga, Großaga, Seligenstädt, Reichenbach und Lessen
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Die Schließung der Grundschule Aga geht nun schon seit Tagen durch die Presse. Nachdem wir als Schulförderverein, die Eltern, Kinder und Lehrer unserer Schule den ersten Schock überwunden haben, melde ich mich zu Wort.
Beschämend fand ich die Stadtratssitzung am 28.05.2015, deren Verlauf und welche Äußerungen (vielleicht sollten es auch (Alibi-) Argumente sein. Ganz bitter hat uns allen aufgestoßen, was Herr Fritzsche von der SPD Fraktion vorgetragen hat. Für uns waren diese Äußerungen ausschlaggebend für die Entscheidung der Stadträte. Deshalb haben wir beim Staatlichen Schulamt Antworten verlangt.
Seitens des staatlichen Schulamtes lehnt man jegliche Stellungnahme ab, aber gegenüber der SPD Fraktion erledigte man das sofort innerhalb kürzester Zeit!
Immer wieder wurde uns allen, auch den Stadträten usw. dargestellt, dass die Schule aus finanziellen Gründen geschlossen wird. Nun nach der Sitzung des Ortsteilrates Aga, an der auch Vertreter der Elstertal Infraprojekt teilnahmen, stellt sich das auf einmal ganz anders dar. Es gibt zum Erhalt der Turnhalle einen gültigen Beschluss der umzusetzen ist, weiterhin wird der Grünstützpunkt Gera Nord in der ehemaligen Hausmeisterwohnung untergebracht, Unterhaltskosten fallen für das Gebäude & Grundstück auch weiterhin an. Dies alles war zu erfahren und auf meine Nachfrage hin, dass man mit der Schließung der Schule am Ende kein Geld spart, wurde bejaht. (Betriebskosten durch die Schüler verursacht, erhöhen sich in Langenberg, Sekretärin wird auch innerhalb der Stadt weiterbeschäftigt, usw.)
Die Stadträte beschlossen einerseits die Schließung der Grundschule Aga aufgrund der Kosten und weil man glaubt, es passt schon alles in Langenberg. Andererseits verwies man den Schulnetzplan zurück in die Verwaltung, weil man verlangt, dass die Schülerzahlen, Kapazitäten usw. der anderen Schulen überarbeitet werden. Die Schulkonferenzen wiesen bereits auf fehlende Schulplätze hin! Man schließt erst einmal eine Schule, obwohl man weiß, dass die Zahlen falsch sind!!!
Nach wie vor gilt der alte Schulnetzplan, wo man genau auf Seite 29 nachlesen kann, dass mit der Erweiterung der GS Langenberg die Kapazität auf 200 (nicht 250) erhöht wird. Desweiteren findet man auf Seite 12 des noch gültigen Planes genau, wie viel Räume man seitens der Stadt bereitstellt:
Je Klasse einen Klassenraum; je Zug einen Differenzierungsraum (also 2,5!), 1 Werkraum, einen Fachunterrichtsraum und je Zug einen Hortraum. Diese Räume haben wir weder vor Ort, noch in den Grundrisszeichungen gefunden.
Gilt dieser Beschluss nur für die Schließung der Grundschule Aga oder gilt er für alles?
In diesem Zusammenhang stellte die Bürgerschaft den Antrag, die Schule für ein weiteres Jahr offen zu lassen, bis man verlässliche Zahlen hat. Überhaupt auf so eine unsinnige Idee zu kommen, als ob jemand gerade für Klasse 1 sein Kind dann anmeldet, wenn er nicht weiß wie es nach dem Jahr weiter geht.
Liebe Stadträte der Fraktion die LINKE, SPD und BÜRGERSCHAFT, erklären Sie bitte unseren Kindern persönlich, dass Sie als Politiker diese Schule für unsere Kinder nicht wollen und warum! Die Kinder verstehen es nicht! Sie sind Opfer dieser politischen Entscheidung fernab jeglicher sozialer Verantwortung und Vernunft.
Ich möchte noch einmal daran erinnern, die Stadt Gera hat 1994 auch die Orte aus Gera Nord eingemeindet, nimmt auch gern die Gewerbesteuereinnahmen, Bedarfszuweisungen usw. mit. Familienfreundliche Stadt- wer den Artikel gelesen hat, der weiß, wo sich das abspielt (Zentrum, Bieblach, Lusan) Wo bitte ist denn die Familienfreundlichkeit für den Rest der Stadt?!
Mit der Schulschließung haben wir die Stadträte der Stadt Gera, die namentlich abgestimmt haben, den Bock abgeschossen. Eiskalt gaben sie ihre Stimme ab! Aga wird geschlossen, man muss ja sein Gesicht wahren und kann nicht auf einmal vom Kurs aus 2007 abweichen. Daran mussten wahrscheinlich die Stadträte einiger Fraktionen erinnert werden, warum sonst wurde seitens Herr Schubert eine 10 Minuten Pause verlangt. Ich bezweifle, dass es hier keinen Fraktionszwang gab, schließlich wollte ja ein nicht anwesendes Mitglied für die Schule stimmen. Das wurde doch gegenüber den Eltern 2 Tage später zum Tag der offenen Tür im Kindergarten Steinbrücken geäußert! Ein Schlag ins Gesicht nochmals für die Eltern! Unmenschlicher geht es kaum noch in der Familienfreundlichen Stadt!
Ein letztes noch, liebe Stadträte und Verantwortliche! In den nächsten Wochen müssen auch Entscheidungen zur Bedarfsplanung für Kindertagesstätten getroffen werden. Lesen Sie genau, in Gera Nord fehlen trotz 3 Kindergärten über 50 Plätze für Kinder, hier soll man nach Bieblach ausweichen, wird vorgeschlagen. 3 Kindergärten reichen nicht, aber 1 Schule!

Antje Otto
Schulförderverein Gera Nord e.V.

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