Bernd Müller

Ortsteilbürgermeister Aga Mitglied des Geraer Stadtrates


 
...für Gera und den Ortsteil Aga
mit den Orten Kleinaga, Großaga, Seligenstädt, Reichenbach und Lessen
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Aus Schillers Lied von der Glocke: „Das Feuer"

Wohltätig ist des Feuers Macht,
wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
und was er bildet, was er schafft
das dankt er dieser Himmelskraft,
doch furchtbar wird des Himmelskraft,
wenn sie der Fessel sich entrafft,
einhertritt auf eigener Spur
die freie Tochter der Natur.

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Dr. Hahn,
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dannenberg,
werte Gäste,
liebe Feuerwehrmänner,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier in Aga,
ganz besonderst freue ich mich über das kommen einiger Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung Agas

Unsere örtliche Feuerwehr kann heute auf ihr 125-jähriges Bestehen zurückblicken.

Wenn eine solch segensreiche Einrichtung den Tag ihres Jubiläums in einem feierlichen Rahmen begeht, dann ist es auch für den Ortsteilbürgermeister eine Selbstverständlichkeit, einen herzlichen Glückwunsch auszusprechen.

Denn wir alle freuen uns mit Euch über dieses schöne und stolze Jubiläum, das weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus Beachtung findet.

Erst die Großbrände 1765 und 1811, bei denen insgesamt 17 Bauernhöfe den Flammen zum Opfer fielen, führte zur Anschaffung einer ersten Feuerspritze, die durch Spenden der Bevölkerung finanziert wurde.
Bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr vor 125 Jahren waren die Bürger zum Feuerwehrdienst verpflichtet worden.
Erwähnt sei, das zu dieser Zeit sich das Leben der Familien meistens zu Hause abspielte, wo die Frauen und Kinder mit der Verrichtung häuslicher Arbeiten und der Versorgung des Viehs beschäftigt waren, während die Mannsbilder gern ihre knappe Freizeit in den seinerzeit zahlreichen Gasthäusern der Agaer Dörfer verbrachten, in den Vereinen ihren Interessen nachgingen oder bei der Feuerwehr das Löschen übten.

An dieser Stelle könnte man nun sicher Stundenlang aus der Geschichte berichten.
Über den zickigen Robur, der mal in Kleinaga und in Großaga stationiert war und dem beim Einsatz selbst Zaunsfelder kein Hindernis waren. Dem W 50 der oftmals zu faul war anzuspringen. Tolle Wettkämpfe mit Glanzleistungen der ehrgeizigen Lessener, einer Top Frauenmannschaft der nicht nur schöne sondern vor allem schnelle Frauen angehöhrten.
Der Bau dieses gemeinsamen Gerätehauses, welcher anfänglich nicht bei allen auf Freude stieß. Aber eines hatten diese Beratungen gutes, man musste sich oftmals treffen und über eines war und ist man sich bis heute einig:
Gelöscht muss erst mal werden, dies nicht nur wenns brennt!

125 Jahre Feuerwehr, das ist nicht nur ein zahlenmäßiges Jubiläum.
Das bedeutet über viele Jahrzehnte ernster und verantwortungsbewusster Arbeit, Einsatz und stete Bereitschaft im Dienst für den Nächsten und das bedeutet, und das freut mich als Ortsteilbürgermeister ganz besonders, Jahrzehnte guter und erfolgreicher Zusammenarbeit mit den gewählten Vertretern und der Verwaltung zum Schutze und zur Sicherheit unserer Bürger.

Und dafür, meine lieben Feuerwehrmänner, möchte ich Euch heute ein herzliches Wort des Dankes sagen.
Dieser Dank gebührt einmal all denen, die unsere Wehr so vortrefflich ausgestattet und die damit rechtzeitig erkannt haben, dass eine schlagkräftige Wehr die beste Brandversicherung ist.

Dieser Dank gebührt dem Leiter der Feuerwehr, Kamerad Thomas Geiger. Er hatte gerade kurz vor dem 115. Jubiläum diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen.

Danken möchte ich natürlich allen Wehrleitern der Vergangenheit, die ihren Dienst in den letzten Jahrzehnten so selbstlos geleistet haben. Stellvertretend für alle, den Kameraden Bernd Kutter, unter dessen Führung auch ich über Jahre meinen Dienst leisten durfte.

Er stand viele Jahre an unserer Spitze und hat einen wesentlichen Anteil an dem Aufbau und der Leistungsfähigkeit dieser Wehr.

Er hat uns

• Kameradschaft
• Disziplin
• Opferbereitschaft
• Zuverlässigkeit

vorgelebt, Eigenschaften von Zeitlos hohem Wert.
Mein Dank gilt aber natürlich Euch allen, meine lieben Kameraden und Freunde von der Feuerwehr,
ob diejenigen im aktiven Dienst, oder die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung, die sich unter Zurückstellung persönlicher Interessen in den Dienst einer guten Sache gestellt haben.

Dank gilt auch dem Feuerwehrverein Aga unter Frank Griebenow für seine stete Unterstützung der Wehr durch Auqirierung finanzieller Mittel über Veranstaltungen und Spenden.

Auch der Ortsteilrat erkennt diese Arbeit an, dies zeigt sich gerade auch bei der Zuwendung aus Mitteln der Ortspauschale.

Ein solcher Dank bedarf eigentlich nicht vieler Worte.
Er kann auch in Worten allein nicht abgestattet werden. Aber trotzdem soll und muss in unserer heutigen Zeit, in der das liebe Ich und das materielle Wohl im Vordergrund stehen, einmal darüber gesprochen werden.

Denn während viele unserer Mitbürger abseits stehen, vor dem Fernsehapparat oder dem Computer sitzen und alle ihre großen und kleinen persönlichen Sorgen und Kümmernisse überbewerten, halten Sie sich zum steten Einsatz für die Gemeinschaft bereit und setzen sogar Ihr Leben und Ihre Gesundheit aufs Spiel, um anderen zu helfen.

Mit dieser vorbildlichen und nachahmenswerten Pflichterfüllung sind unsere Feuerwehrleute geradezu zu einem Sinnbild des guten Willens und der tätigen Nächstenliebe geworden.

Dieser vorbildliche Dienst in der Gemeinschaft möge für viele Ansporn und Mahnung sein.

Dieser Ruf geht insbesondere an unsere Jugend. Denn der freiwillige Einsatz des Einzelnen für seine Mitmenschen, die Bereitschaft und die Einsatzfreude, das ist wirklich eine große und erstrebenswerte Lebenshaltung.

Gerade deshalb zählen wir zu Recht unsere Feuerwehrleute zu den besten Bürgern unserer Stadt.

So begleitet Euch heute mein Wunsch, dass dieses Helfenwollen und Helfenkönnen auch in Zukunft lebendig bleibt, in das nächste Jahrzehnt Eures Bestehens.

Bleibt eine starke und einsatzbereite Wehr, erhaltet Euch die Kameradschaft in Euren Reihen und ermüdet nicht in Eurem verantwortungsvollen und auch gefahrvollen Dienst.

Ihr könnt sicher sein, dass Eure vorbildliche Arbeit, zu der alle verantwortungsbewussten Männer und Frauen unserer Stadt aufgerufen sind, auch bei unserer Bevölkerung volle Anerkennung findet.

Vor zehn Jahren haben wir unsere Fahne geweiht und ich möchte auch heute noch einmal daran erinnern,
es ist nicht nur eine Fahne schlechthin, es ist das Tuch, in dem die Geschichte der Agaer Wehren hineingestickt ist, es ist das Tuch, in dem der Schweiß und auch das Leid, die Mühe und die Kraft unserer Vorfahren verborgen ist.

Diese Fahne habt ihr, lieben Kameraden, ganz nach meinem Wunsch immer mit der notwendigen Würde und Achtung fest in euren Händen gehalten, tut es bitte weiterhin.

Mit dieser Zuversicht im Herzen, das dies bewahrt wird, möchte ich meine kleine Festrede beenden.

Denn jedem Feuerwehrmann ist bekannt, dass man mit langem und vielem Reden keinen Brand löscht.

Aber mit vielem Reden kann man die frohe und heitere Stimmung auslöschen. Und das möchte ich nicht.

Als Ortsteilbürgermeister hoffe und wünsche ich, dass wir auch in Zukunft im Dienst und zum Schutz der Allgemeinheit zusammenarbeiten und zusammenstehen werden.

Bernd Müller
Aga, den 12.09.2015

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