Liebe Agaerinnen und Agaer,
auf diesem Wege darf ich Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches Jahr 2026 wünschen.
Blickt man als Ortsteilbürgermeister von Aga auf das Jahr 2025 zurück, so gibt es eine Menge zu erinnern, Positives wie auch das eine oder andere Negative.
Am letzten Samstag im März waren viele fleißige Leute aus allen Ortsteilen auf Straßen, Plätzen und im Wald unterwegs bei der Aktion „Aga räumt auf“. Aufgerufen zum Frühjahrsputz hatte der Heimatverein, der auch federführend die Organisation innehatte. Vereine, Jugendfeuerwehr, Kindergarten und viele Bürger folgten dem Aufruf. Unterstützung kam von der Adelheid Meißner
GmbH, der Fliesenlegerfirma Nielebock, der OTEGAU, von den Reuss‘schen Gütern und der Lebenshilfe. Neben der Beseitigung von einer großen Menge Müll wurden Ruhebänke aufgestellt. Nach getaner Arbeit gab’s für alle Helfer im „Eichenhof“ ein fröhliches Beisammensein bei Speis‘ und Trank.
Der „Festplatz“ im Ortsteil Reichenbach erhielt im Mai eine Waldschänke, diese lädt neben dem traditionellen Maibaumsetzen nun auch Spaziergänger und Radfahrer zum Verweilen ein. Hergestellt von Mitarbeitern der OTEGAU, die Finanzierung der Materialkosten in Höhe von 1.000 € erfolgte aus Mitteln der erweiterten Ortspauschale. Apropos verweilen – das Aufstellen von Bänken zum Frühjahrsputz veranlasste Familie Geiger eine Bank zu sponsern und diese in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein und Familie Grimme am Weg in Richtung Grube Martha zu platzieren. Eine Sitzgruppe mit Tisch steht seit geraumer Zeit am Hainteich. Gesponsert vom BUGA Förderverein Gera und unterstützt von der A. Meißner GmbH, den Reussschen Gütern und der Fa. Holzbau Weise aus Bad Köstritz.
Spätestens mit dem Artikel in der OTZ vom 13. Juni 2025 „Wird Gera jetzt zur Stadt der Windräder?“ erhitzten sich die Gemüter nicht nur in Aga. Sicherlich hatten einige schon von den Plänen im Vorfeld gehört. Konkreter wurde es dann am 18. Juni, als auf Einladung des Oberbürgermeisters eine Einwohnerversammlung stattfand. Den Verfahrensablauf zum Entwurf des Regionalplans Teil „Windenergie und Sicherung des Kulturerbes“ erläuterte
Herr Dannenberg im Rahmen dieser Veranstaltung umfassend. Der anschließenden Diskussionsrunde konnte entnommen werden, dass sich bis auf einen Redebeitrag alle weiteren Wortmelder gegen die Vorranggebiete in Aga ausgesprochen haben. Das man die Errichtung von WEA zumindest in Gänze nicht verhindern kann, war wohl vielen bewusst. Deshalb fragte man mehrfach, inwieweit Aga „entschädigt“ wird, denn die Belastungen spürt man vor Ort und nicht im restlichen Gebiet der Stadt Gera. Eine Antwort darauf sind die Verantwortlichen der Stadt Gera trotz mehrfacher Nachfrage des Ortsteilrates bis heute schuldig geblieben. Nach Ablauf der Frist zur Abgabe von Stellungnahmen zum Entwurf erfolgt die Abwägung. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, kann derzeit nicht gesagt werden. Bekannt ist, dass in Aga seit längerem zahlreiche Unternehmen versuchen mit Flächeneigentümern Pachtverträge abzuschließen. Sollte der Entwurf des Regionalplanes Rechtskraft erlangen, seien es die derzeit ausgewiesenen Flächen oder nur ein Teil dessen, müssen wir uns dafür stark machen, dass der Ort Aga direkt davon profitiert. Die Entscheidung letztendlich liegt jedoch bei den Flächeneigentümern.
Im Vorfeld der Einwohnerversammlung hatte jeder die Gelegenheit, die Schadstoffdeponie in Seligenstädt anlässlich des Tages der offenen Baustelle zu besichtigen. Die Teilnehmer konnten sich umfassend und detailliert über die Sanierung informieren. Den Verantwortlichen des AWV Ostthüringen sowie der Bauausführenden Firma TIWAS gebührt der Dank für die geleistete Arbeit.
Der Verkehrsknoten auf der B 2 zwischen Gera und Zeitz mit Anbindung an den weithin sichtbaren Standort von Amazon konnte im August offiziell für den Verkehr freigeben werden. Der Online-Konzern hat dafür einen einstelligen Millionenbetrag investiert.
Die seit Jahren geforderte Sirene für Großaga wurde im Oktober im Bereich der Buswendeschleife installiert. Da weder die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Aga noch der OTR von Standort und Termin Kenntnis hatten, konnten wir leider diesem freudigen Ereignis weder beiwohnen noch unseren Dank aussprechen.
An den Fahrgastunterständen in Lessen, Reichenbach und Seligenstädt hat die Stadtverwaltung Papierkörbe, wie vom OTR vorgeschlagen, aufgestellt. Das war mal schnell reagiert und ausgeführt – herzlichen Dank!
Nach Abriss des „Schwarzen Bären“ in der Reichenbacher Straße zum Jahresende 2024, der Planung sowie Ausschreibung, erfolgte im Oktober dieses Jahres der dringend notwendige Neubau des Fußweges. Die Gesamtkosten lagen bei ca. 60.000 €, davon als Mitfinanzierung 9.000 € aus Mitteln der erweiterten Ortspauschale.
Das ehrenamtliche Engagement in unserer Gemeinde war und ist beeindruckend. Zahlreiche Traditionelle Veranstaltungen unserer Vereine sind Zeugnis für die Verbundenheit mit unserem schönen Heimatort. Daher geht an dieser Stelle mein Dank an all diejenigen, die mit ihrem Organisationstalent, ihrem Einsatz und nicht zuletzt mit ihrer wertvollen Zeit, die sie der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, immer wieder Unglaubliches für unseren Heimatort leisten und sie damit liebenswert machen: Vereine, Kirchen, Initiativen und viele einzelne Frauen und Männer mit ihren Familien. Verwirklichen lassen sich auch viele Projekte nur durch die großzügige Unterstützung von verschiedenen Förderern, denen ich an dieser Stelle ebenfalls noch einmal sehr herzlich für ihr Engagement danke. Wir leben von aktiven Menschen, die anpacken und gestalten.
Noch einmal darf ich und die weiteren Mitglieder des Ortschaftsrates Ihnen allen frohe Festtage mit Ihren Familien und Freunden wünschen. Lassen Sie uns mit Zuversicht ins neue Jahr 2026 starten.
Herzlichst, Ihr Bernd Müller