Eine „Rosskur" hat unser Oberbürgermeister angekündigt – heißt übersetzt: „Drastische und radikale Maßnahmen zur Beseitigung eines Missstandes", nur wie soll die aussehen? Wie in Irland, eine Mischung aus Einsparungen und Steuererhöhungen, das dürfte den Klein-und Mittelstand einen Dämpfer verpassen. Oder wie in Berlin: sparen, kürzen, streichen. Berlin geht es schlecht. Was schert es uns, sagen die Berliner. In der Hauptstadt kann die Republik lernen, wie man mit der Pleite lebt!
Sparen fordert der OB, als erstes bei den Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgeldern der ehrenamtlichen Mandatsträger, selbst wird er natürlich seine Bezüge in voller Höhe weiter erhalten – Wasser predigen und Wein saufen! Abzüge bei Aufsichtsratsmitgliedern – Fehlanzeige.
Ortspauschale – auch hier wird der Rotstift angesetzt.
Zeichen wollte der Oberbürgermeister setzen in den Ortsteilen nach zwei Ausgliederungsanträgen, dafür wurde eine Investitionspauschale in Höhe von 30.000, 00 € im vergangenen Jahr eingeplant – Ersatzlos gestrichen, kein Kommentar.
Mittel für das Dorferneuerungsprogramm können wir ebenfalls im Haushalt nicht finden – angesichts der Förderquote kann man das auch als „Totsparen" bezeichnen.
Aber, wir wären ja nicht Agaer, wenn wir uns von all dem entmutigen lassen würden. Der Teilabschnitt Straße der Freundschaft wurde erneuert, immerhin eine Investition in Höhe von ca. 80.000,00 €, nach über zwei Jahren unermüdlichen Kampf – geschafft, egal wie!
Geht's nach Dringlichkeiten, denke ich an die Stützmauern an der Brücke Hainstraße. Denkansätze für eine Lösung gibt's schon – die Hoffnung stirbt zuletzt!
Herzlichst, Ihr Bernd Müller
Ortsteilbürgermeister